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Auszüge aus: Vitamin C: The Real Story. Steve Hickey, PhD, and Andrew W. Saul, PhD

Christiaan Eijkman und sein Mitarbeiter, Gerrit Grijns zeigten, dass in Reiskleie winzige Mengen von Substanzen sein mussten, die Krankheiten bei Hühnern verhindern.
Der britische Biochemiker Sir Frederick Hopkins fütterte 1906 Ratten mit einer künstlichen Milch aus Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten und Mineralien. Sie gediehen erst nach Zusatz von etwas echter Kuhmilch.
Dr. Hopkins und Casimir Funk vermuteten 1912 in ihrer Vitamin-Hypothese die Existenz von vier Substanzen, die die Krankheiten Beriberi (Vit B1), Pellagra (Vit. B3), Rachitis (Vit. D) und Skorbut (Vit. C)  verhinderten.
Drs. Eijkman and Hopkins teilten sich 1929 den Nobelpreis für die Entdeckung, dass Vitamine essentiell sind, um die Gesundheit zu erhalten. Wie Vitamine aussehen, wusste bis dahin niemand.
Erst 1928 isolierte Albert Szent-Gyorgyi, M.D., Ph.D., ein in Cambridge arbeitender ungarischer Biochemiker das Vitamin C, wofür er 1937 den Medizin-Nobelpreis erhielt. Konsequent vermutete er, man müsse es grammweise aufnehmen. Mehrheitlich wurde jedoch das Paradigma, Vitamine seien Mikronährstoffe, auch auf Vitamin C angewendet, obwohl bereits zur Zeit seiner Identifizierung und Isolierung der Eindruck, man brauche es grammweise, bereits existierte.

Irwin Stone, Ph.D. (1907-1984), Biochemiker und Chemieingenieur in New York, war einer der ersten Wissenschaftler, der das Potential von Vitamin C erkannte. Als Chefchemiker der Pease Laboratories baute er ein Biochemielabor für die Wallerstein Company auf, veröffentlichte über 120 wissenschaftliche Artikel und besaß 26 U.S.-Patente.
Er war überzeugt, dass Megadosen für die Gesundheit nützlich waren und nahm diese selbst, nachdem Vitamin C in den dreißiger Jahren kommerziell erhältlich wurde.
Basierend auf der Menge, die Säugetiere täglich endogen produzieren, lagen nach Dr. Stone die Aufnahmeempfehlungen über 100 Mal niedriger als die Menge, die wir wirklich bräuchten (4). Er wies wiederholt darauf hin, diese Tatsache zu ignorieren, würde sich als fatal erweisen (5).
Eine der ersten Krankheiten, die mit einem Ascorbinmangel in Verbindung gebracht wurden, war der plötzliche Kindstod (Sudden Infant Death Syndrome, SIDS). Zwei australische Ärzte, Archie Kalokerinos und Glen Dettman, zeigten, dass SIDS eine Manifestation kindlichen Skorbuts sein kann (6). Stone äußerte, dass jährlich bis zu 10000 Säuglinge unnötigerweise an SIDS starben. Unglücklicherweise verfolgte das medizinische Establishment diese klinischen Beobachtungen nicht weiter.
Ende der Fünfziger Jahre zog Stone den Schluss, Skorbut sei weitaus mehr verbreitet, als man ahne, und Vitamin C habe nicht die erwarteten Eigenschaften eines Mikronährstoffs, weil der Körper größere Mengen brauche (7). Aus seiner Sicht war Ascorbinsäure überhaupt kein Vitamin, sondern ein essentieller Nährstoff, der in viel größeren Mengen gebraucht wird als ein Mikronährstoff (8, 9).
Im April 1966 überzeugte Stone Linus Pauling, damals Mitte 60, mit guten Argumenten von  den Erfordernissen einerhohen Vitamin C Dosierung.
Stone prägte die Begriffe Megavitamin und Hypoascorbämie (12) und zog Ascorbat oder Ascorbinsäure der Bezeichnung Vitamin C vor. Neunzehnhundertzweiundsiebzig faßte er 50 Jahre Forschung in seinem Buch „The Healing Factor: Vitamin C Against Disease.“ zusammen.
Darin beschreibt er die erfolgreiche Behandlung von viralen und bakteriellen Infekten, Allergien, Asthma, Vergiftungen, Ulzera, Rauchen, Augenkrankheiten einschließlich Glaukom, Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Frakturen, Blasen- und Nierenkrankheiten, Tetanus, Schock, Wunden und Schwangerschaftskomplikationen.
Trotz der Aussage der National Health Federation, das Buch sei das wichtigste, das je über Gesundheit geschrieben wurde, ignorierte es die konventionelle Medizin weitgehend.

Frederick R. Klenner, M.D. (1907-1984), geboren in Pennsylvania, machte sein Medizinexamen 1936 an der Duke Universität und ließ sich nach seiner Facharztausbildung für den Rest seines Lebens in Reidsville, North Carolina, nieder.
Neunzehnhundertsechsundvierzig leitete er die Geburt der „Fultz-Vierlinge“ im Annie Penn Hospital, die ersten Vierlinge in den Südstaaten, die alle überlebten. Universal Pictures sendeten eine Filmcrew. Das Krankhaus war bescheiden ausgestattet und nicht für Vierlingsgeburten eingerichtet. An Stelle eines Inkubators packte Klenner die vier in Baumwolldecken eng aneinander, damit sie nicht auskühlten. Sie waren unter einem Heilprogramm mit hochdosiertem Vitamin C geboren, was möglicherweise zu ihrem Überleben beitrug.
Schwangere erhielten Tagesdosen von 3 Gramm im 1., 6 Gramm im 2. und 9 Gramm im 3. Trimenon, Neugeborene 50 Milligramm und dann 0,5 – 1 Gramm pro 10 Kilogramm Körpergewicht. Bei Kranken dosierte er bis zu 300 Gramm pro Tag. Er publizierte eine Reihe von Artikeln, die die Verwendung von Vitamin C bei über 30 Krankheiten abdeckten.
Nach seiner Überzeugung waren die Vitamin C Wirkungen so universell und schlagkräftig, dass ein Arzt, egal bei welcher Krankheit, immer zuerst an die Verabreichung von Vitamin C denken sollte.
Über 40 Jahre verwendete Klenner Vitamin C zur Behandlung zahlreicher schwerer Erkrankungen, darunter Pneumonie, Herpes, Multiple Sklerose, Kinderkrankheiten, Fieber und Enzephalitis.
Er präsentierte eine Zusammenfassung seiner Arbeiten über Polio bei der Jahresversammlung der American Medical Association am 10. Juni 1949 in Atlantic City, new jersey (22). „Es könnte von Interesse sein, wie Poliomyelitis in Reidsville, N.C., während der Epidemie 1948 behandelt wurde. In den vergangenen sieben Jahren wurden Virusinfektionen mit wiederholten, hochdosierten Ascorbininjektionen behandelt und innerhalb 72 Stunden geheilt. Ich glaube, dass kein Patient, der 6 – 20 Gramm innerhalb 24 Stunden erhielt, Lähmungen erlitt. Es gibt keine Verstümmelungen und keine Poliomyelitis-Epidemie.“

Wenn Klenner einer der innovativsten Ärzte war, war Lendon H. Smith, M.D. (1921-2001) einer der mutigsten. Er wurde 1955 Clinical Professor of Pediatrics an der University of Oregon, Medical Hospital. Er war einer der ersten, nach 20 Jahren ärztlicher Tätigkeit und Auseinandersetzung mit dem Thema, die unzweideutig Hochdosis-Vitamin-Heilpläne für Kinder unterstützten. Ein solcher Standpunkt machte ihn bei den Mitgliedern der American Academy of Pediatrics nicht beliebt. Deshalb brachte er die orthomolekulare Therapie direkt zu den Menschen, über Newsletter (The Facts), populäre Bücher (Bestsellerautor der New York Times 1979), Artikel und Videos.
Smith wurde vorsichtig hinsichtlich Routineimpfungen (27). „Der beste Rat, den ich Eltern geben kann, ist, auf Impfungen zu verzichten, aber sicherzustellen, dass die Kinder in ihrer Obhut ein überlegenes Immunsystem haben.“ Er empfahl eine immunstimulierende Diät: „Dies erfordert eine zuckerfreie Diät ohne verarbeitetes Essen und die Aufnahme von etwa 1 Gramm Vitamin C pro Tag für jedes Lebensjahr, bis zu 5 Gramm im Alter von 5Jahren.“
Dies ist ein bemerkenswerter Wandel für einen Pädiater, der drei Jahrzehnte vorher schrieb, zusätzlich zugeführtes Vitamin C sei eine Verschwendung und verhindere keine Erkältungen. Smith dürfte ein ruhiges Leben als ein Pädiater gehabt haben, solange er zu solch wissenschaftlich falschen, aber politisch korrekten Glaubensregeln stand. Weil er die orthomolekulare Medizin unterstützte, wurde er 1987 gezwungen, seinen Beruf aufzugeben. Nichtsdestoweniger sprach er sich weiterhin für die Megavitamintherapie aus.

Albert Sabin wurde zugeschrieben, alle vor dem Risiko von Lähmungen bewahrt zu haben. Ironischerweise könnte sein Lebendimpfstoff zur Hauptursache für Polio geworden sein, nachdem die Polioinzidenz eingedämmt wurde (29). Die härteste Kritik kam von Jonas Salk, M.D., dem Entwickler des Totimpfstoffs.
Er behauptete im September 1976 in der Washington Post, Sabin´s Lebendimpfstoff sei der prinzipielle, wenn nicht einzige Grund für jeden Poliomyelitis-Fall in den Vereinigten Staaten seit 1961 (30).
Ein Jahr nach Dr. Salks Tod, 1996, begannen die Centers for Desease Control (CDC), sich vom Lebendimpfstoff zu verabschieden und empfahlen Totvirusinjektionen für die ersten beiden Applikationen der Grundimmunisierung. Um das Risiko einer impfassoziierten paralytischen Poliomyelitis zu eliminieren, empfahlen die CDC im Jahr 2000 die komplette Grundimmunisierung mit Totimpfstoff i.m. für die Vereinigten Staaten (31).  Die orthodoxe Medizin brauchte nur zwei Jahrzehnte, um Salk´s Warnungen anzunehmen.
Viele kennen Salk und Sabin, nicht aber die Arbeiten von Claus Washington Jungeblut, M.D. (1898-1976). Dr.
Jungeblut approbierte 1921 an der Universität von Bern, arbeitete am Robert Koch Institut in Berlin, 1923-1927 als Bakteriologe für das New York State Department of Health, lehrte an der Stanford University und trat dann der Fakultät für Ärzte und Chirurgen der Columbia University bei. Dr. Jungeblut ging 1962 in Rente und starb 1976 im Alter von 78 Jahren. Über sieben Jahrzehnte beeinflusste er die Ernährungsmedizin verdient den Dank der Patienten, die Leben und Gesundheit  der Ascorbat-Therapie verdanken.
Er zeigte 1937, dass Vitamin C sowohl Diphtherie-, als auch Tetanustoxin inaktiviert (33) und vor viralen und bakteriellen Infektionen wie Polio, Hepatitis, Herpes und Staphylokokken (34) schützt.
Im September 1939 berichtete das Time Magazine über seine Schlussfolgerung, eine kürzliche Polio-Epidemie in Australien sei mit einem niedrigen Vitamin C Status assoziiert (35).  
Jungebluts Experimente zeigten großen Nutzen von Vitamin C bei Affen mit Polio. Sabin, der zu der Zeit einen Impfstoff entwickeln wollte, konnte diese Ergebnisse nicht reproduzieren, weil er ein übereinstimmendes Ergebnis zu verhüten suchte, indem er höhere Virusdosierungen und geringere Vitamin C Dosierungen verwendete. Er verabreichte das Vitamin C auch seltener (36). Jetzt, Jahrzehnte später wissen wir, wie negative Ergebnisse durch inadäquate Dosierungen vorgetäuscht werden.
Jungeblut zeigte, dass Ascorbinsäure das Poliovirus inaktiviert. Kurze Zeit später wurde herausgefunden, das auch andere Viren wie Vaccinia, Hand-Fuß-Mund-Krankheit, Tollwut, Bakteriophagen und Tabak-Mosaik-Virus durch Ascorbat inaktiviert wurden.
In genügend hoher Dosierung wirkt Vitamin C als ein Breitspektrum-Viruzidikum.
Wenn in der Diskussion über Poliomyelitis die Sprache auf Vitamin C zur Prophylaxe und Therapie gebracht wird, hört man häufig: Wenn die Vitamin C Therapie so gut wäre, würden sie alle Ärzte nutzen. Dies wird aber dadurch verhindert, dass konventionelle Forscher in ihren Studien zu niedrige Dosierungen und zu seltene Applikationen wählten, als dass sie hätten effektiv sein können. Sabins schlecht durchgeführte Experimente überzeugten die Experten, Vitamin C sei ineffektiv, ebneten den Weg für einen Polioimpfstoff und beendeten Jungebluts Forschung. Wir verloren viele Jahrzehnte, in denen die antivirale Potenz des Vitamins C verleugnet wurde.

Vitamin C ist essentiell zur Kollagensynthese und für die Herstellung eines kräftigen Bindegewebes. Seine Substitution verbessert rasch die Kollagensynthese (41).
Der kanadische Arzt William J. McCormick, M.D. (1880-1968), beschäftigte sich seit 1948 mit Striae (42), die er für vermeidbar hielt, kardiovaskulären Erkrankungen und Krebs als Zeichen eines Vitamin C Mangels.
Auch andere Forscher hatten bereits 1941 erkannt, dass Patienten mit Koronarstenosen unter niedrigen Vitamin C Spiegel litten. Arterielle Plaques sah man in Verbindung mit kapillarblutungen und vermutete einen Vitamin C Mangel.
Seit 1946 behandelte McCormick Nierensteine mit Vitamin C (55). Er beobachtete trüben Urin assoziiert mit einer niedrigen Vitamin C Zufuhr. Wenn er grammweise Ascorbin verabreichte, wurde der Urin klar.
Zu einer Zeit, als Zigarettenrauchen noch „in“ war, 1954, schätzte McCormick, dass eine einzige Zigarette bis zu 25 mg Vitamin C oxidiert (56) und schloss daraus, ein Raucher könne keinen gesunden Vitamin C Blutspiegel mit der Ernährung alleine aufrechterhalten.

Linus Pauling, Ph.D., (1901-1994), war wohl der höchst qualifizierte, am besten bekannte Kritiker eines Medizinsystems, das vom Vitamin C Mangel lebt. Seine zwei (ungeteilten) Nobelpreise schützten ihn nicht vor seinen Widersachern, die seinen Ansatz zum Vitamingebrauch verurteilen. Paulings Ideen wurden kontrovers betrachtet, weil er es wagte, seine fundierte Einsicht in wissenschaftliche Sachverhalte direkt der Öffentlichkeit zu erklären: Hohe Vitamindosierungen sind in der Lage, Krankheiten zu heilen.
Er untersuchte auch viele Studien, die behaupteten, Vitamine seien nutzlos, und erklärte, wie Forscher ihre eigenen Daten fehlinterpretierten oder Vorurteile (bias)  präsentierten. Damit zeigte er, dass Vitamintherapien tatsächlich beweisbare Werte haben.
Pauling hat einen entscheidenden Beitrag zur Vitamin C Forschung geleistet. Sein Ausgangspunkt war, dass damit banale Erkältungen verhütet und behandelt werden können.
Er bedachte, wie Tiere Vitamin C nutzen. Nagetiere synthetisieren z. B. 70 Milligramm Vitamin C pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Unter Stress wird die Syntheserate auf 215 Milligramm angehoben (57). Dies reicht jedoch nicht, adäquate Blutspiegel in kranken Tieren aufrechtzuerhalten. Sinkt der Blutspiegel, steigt die Urinausscheidung für Vitamin C um den Faktor 10 (58). Eine Injektion von Ascorbat, entsprechend 5 Gramm beim Menschen, stellt einen normalen Vitamin C Blutspiegel wieder her, normalisiert Blutdruck und Kapillardurchblutung und verhindert Bakterienwachstum.
Auch andere Lebewesen erhöhen ihre Ascorbinsynthese unter Stress (59). Die normale Ascorbinproduktion der Säugetiere entspricht beim Menschen (70 kg Körpergewicht) 5 – 15 Gramm pro Tag.
Den Einwand, Ergebnisse bei Tieren seien nicht unbedingt auf den Menschen übertragbar, entschärfte Pauling auch mit evolutionären Argumenten: Ernährt man sich vegetarisch (untersucht wurden 110 rohe pflanzliche Nahrungsmittel) mit 2500 kcal, enthält die zugeführte Nahrung mindestens 35 mal mehr Vitamin C, als der Recommended Daily Allowance (RDA) entspricht.
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