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Deutsche Gesellschaft für Orthomolekular-Medizin

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Sekundäre Pflanzenstoffe dienen der Rohstoffzufuhr.

Karotinoide, Lutein, Lycopin und Zeaxanthin schützen bekanntermaßen besonders die Augen.
Mit einer normalen Ernährung sollte eine ausreichende Aufnahme gewährleistet sein. Bei Mehrbedarf bietet sich als preiswerte Quelle Tomatenmark an (1-2 TL tgl.). Bei Katarakt und Makuladegeneration sollte substituiert werden (siehe dort). Die Carotindosierung finden Sie beim Vitamin A.

Polyphenole in wirksamen Konzentrationen aufzunehmen ist mit einer normalen Ernährung nicht zu bewerkstelligen. Mit ein bis zwei Tafeln Schokolade pro Tag oder mehr hat man die physiologische Wirkung, aber ein paar Kalorien zu viel. Das funktioniert eine Zeit lang, aber nicht lange genug, um ein sorgenfreies Alter zu erleben. Grüner Tee, in üblichen Mengen konsumiert, stellt auch nicht eine präventiv wirksame Menge zur Verfügung.

Sekundäre Pflanzenstoffe

 

Carotinoide (ß-Carotin, Lutein, Lycopin und Zeaxanthin) ↔

D: Carotinoidgemisch: -15: 1mg, 15+: 1-2mg

Lutein: 15+: 1mg

Carotinoide sind antioxidativ und entschärfen freie Radikale, ohne sich dabei zu verbrauchen. Sie schützen besonders die Haut und die Augen. Einige Carotinoide sind Substrate für die Vitamin A-Synthese. Mit einer gesunden Ernährung sollte eine ausreichende Aufnahme gewährleistet sein. Reich an ß-Carotin sind Karotten. Zur Prävention eines Sonnenbrandes bedarf es laut Studien einer täglichen Aufnahme von 24 mg Carotinoiden über drei Monate vor Beginn der intensiveren Sonnenexposition. Bei Mehrbedarf bietet sich als preiswerte Quelle für Lycopin Tomatenmark an (1-2 TL tgl.). Bei Katarakt und Makuladegeneration sollte substituiert werden (siehe dort).

 

Citrus-Bioflavonoide ↔

D: 4+: 20mg, 10+: 30mg, 15+: 15-30mg

Zitrus-Bioflavonoide sind antioxidativ, antiinflammatorisch, kardioprotektiv und vermutlich auch antikanzerogen (Benavente-Garca O, Castillo J: Update on Uses and Properties of Citrus Flavonoids: New Findings in Anticancer, Cardiovascular, and Anti-inflammatory Activity. J Agric Food Chem, 2010; 56(15): 6185-6205). Sie verlangsamen die Hautalterung (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2756997/?tool=pubmed).

 

Curcumin

D: 15+: 10mg … 60+:  – 500 mg (mit Piperidin)

Curcumin, das gelbe Pigment aus Kurkuma, ist immunstärkend, antibakteriell, entzündungshemmend, antioxidativ, antikanzerogen und sogar leicht analgetisch. Es verhindert die Bildung freier Radikale, hemmt Entzündungsmediatoren wie Cyclooxygenase-2 (COX-2), Lipoygenase (LOX), Tumor-Nekrosefaktor-alpha (TNF-a), Interleukin-12 (IL-12) und induzierbare NO-Synthase (iNOS). Seine Zytochine hemmende Wirkung verbesserte die Symptome verschiedener entzündlicher Erkrankungen (Colitis ulcerosa, Arthritis). Im Tierversuch (Drosophila) erhöhte es die Aktivität der Superoxiddismutase (SOD) und verlängerte die Lebenszeit durch eine verminderte Expression von Genen, die den Alterungsprozess vorantreiben.

Vor allem seine antikanzerogene Wirkung machen es interessant. Unter den Forschern hat sich Aggarwal damit hervorgetan. Curcumin induziert selektiv die Apoptose maligner Zellen. In Laborversuchen hemmte es deren Wachstum und verhinderte sogar die Entstehung von Mammakarzinomzellen (Kakarala M et al.: Targeting breast stem cells with the cancer preventive compounds Curcumin and Piperidine. Breast Cancer Res Treat. 2009, 7).

Curcumin senkt den Blutzuckerspiegel, schützt die Beta-Zellen des Pankreas und ist antidiabetogen, erhöht u. a. den Adiponectin-Spiegel und damit die Insulinsensitivität. (Chuengsamarn, S: Curcumin extract for prevention of type 2 diabetes. Diabetes Care. 2012, 35(11): 2121-2127).

Im Tierversuch (genetisch veränderte Mäuse) verhinderte Curcumin das Wachstum der Beta-Amyloid-Plaques, indem es sich an dieses Eiweiß band und so die Anlagerung weiterer Moleküle verhinderte (Yang, F: Curcumin inhibits formation of amyloid beta oligomers and fibrils, binds plaques, and reduces amyloid in vivo. J Biol Chem, 2005; 280(7): 5892-5901).

Die Einnahme von Curcumin zusammen mit Piperidin (aus Pfeffer) verbessert die Absorption um den Faktor 20.

 

Ginseng

D: 50+: 20mg – 100mg

Ginseng-Ginsenoside wirken neuroprotektiv und immunmodulierend. Sie helfen gegen Depressionen, Erschöpfung und Schlaflosigkeit im Klimakterium (http://www.ncbi. nlm.nih.gov/pubmed/15215639.

 

Granatapfel ↔

D: 40+: 5mg – 159mg

Granatapfel-Ellagsäure erwies sich in Laborversuchen als antioxidativ und antikanzerogen, anscheinend durch eine Metabolisierung der Ellagsäure durch Darmbakterien (Cindy DD, Milner JA: Gastrointestinal microflora, food components and colon cancer prevention. J Nutr Biochem, 2009; 20(10): 743-752). Weiterhin verbessert Ellagsäure die kutane Kollagenbildung (Kim YH et al.: Anti-wrinkle activity of Platycarya strobilacea extract and its application as a cosmeceutical ingredient. J Cosmet Sci, 2010; 61: 211-224).

 

Grüntee-Katechine, Epigallocatechingallat (EGCG)

D: 15+: 30mg – 500mg

Wie Laborversuche zeigten, hat EGCG antikanzerogene Wirkungen und verlangsamt zumindest im Tierversuch die Alterung (Meng Q et al.: Regulating the age-related oxidative damage, mitochondrial integrity, and antioxidative enzyme activity in Fischer 344 rats by supplementation of the antioxidant epigallocatechin-3-gallate. Rejuvenation research, 2008; 11 (3): 649-660).

 

Kakao-Polyphenole ↔

D: CVD: 50mg

Auch diese Polyphenole wirken antioxidativ, arterienschützend und blutdrucksenkend. Wie Studien zeigten verbessern sie die Hautdurchblutung, stellen einen UV-Schutz dar und reduzieren DNA-Schäden um ein Fünftel (Spadafranca A et al.: Effect of dark chocolate on plasma epicatechin levels, DNA resistance to oxidative stress and total antioxidant activity in healthy subjects. BJN, 2010; 103: 1008-14.

 

Maca

D: Depr: 50mg – 750mg

Maca wirkt sich günstig bei erektiler Dysfunktion aus. Auch bei postmenopausalen Frauen verbessert es sexuelle Funktionen, depressive Verstimmungen und Ängste.

 

Oliven-Polyphenole

D: -15: 1mg, 15+: 2mg

Wie alle Polyphenole wirken sie antioxidativ. Nachgewiesen wurde eine Abnahme des oxidierten LDL.

 

Quercetin ↓

D: Bei Darmentzündungen: 150 mg (3x50mg)

Quercetin, ein Flavonoid, wird gerne mit ähnlichen Indikationen eingesetzt wie die Polyphenole. Es wirkt antioxidativ, antiinflammatorisch, vermindert die LDL-Oxidation, vermehrt die NO-Synthase und bildet Metall-Chelat-Komplexe.

 

Resveratrol

D: 15+: 2mg … 60+: 50mg

Resveratrol bewirkt eine Verlangsamung der Telomerverkürzungen. Allerdings sind dazu mindestens 50 mg täglich erforderlich. Weiterhin wirkt es entzündungshemmend (Gonzales et al.: Curcumine and resveratrol inhibit nuclear factor-kappaB-mediated cytokine expression in adipocytes. Nutrion & Metabolism, 2008; 5: 17) und hat eine blutdrucksenkende Wirkung durch Erhöhung der NO-Synthese (http://molinterv.aspetjournals.org/content/6/1/36.full).

 

Soja-Isoflavonoide

D: Postmenopausal 40mg

Dem Genistein schreibt man eine antikanzeroge Wirkung zu (Pavese JM et al.: Inhibition of cancer cell invasion and metastasis by genistein. Cancer Metastasis Rev, 2010; 29(3): 465). Studien zeigen, dass Soja-Isoflavonoide den Knochenabbau hemmen, die Osteoblasten stimulieren, postmenopausale Beschwerden lindern und das Mammakarzinomrisiko vermindern (Shu, XO et al.: Soy food intake and breast cancer survival. JAMA, 2009; 302: 2437-2743); letzteres, obwohl sie östrogenartig wirken und damit für Männer weniger geeignet sind.

 

Traubenkern-OPC

D: -15: 5mg, 15+: 10mg … 50+: 500mg, Blutdrucksenkung: 300 mg

Traubenkern-Polyphenole wirken antikanzerogen und deutlich stärker antioxidativ als die Vitamine C und E. Sie senken einen erhöhten Blutdruck systolisch und diastolisch innerhalb weniger Wochen um bis zu 15 mmHg. Weiterhin vermindern sie die LDL-Oxidation. Damit beheben sie nicht die Arteriosklerose wie das Ascorbin, vermindern sie aber.  

 

 

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