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Deutsche Gesellschaft für Orthomolekular-Medizin

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Spurenelemente dienen meist als Enzymbausteine oder Katalysatoren zur Beschleunigung biochemischer Reaktionen.

Teilweise nehmen wir sie genügend mit der Nahrung auf, manche sollten wir substituieren. Der Bedarf ist nicht präzise erforscht. Bisherige Angaben beziehen sich ausschließlich auf Junge und Gesunde, obwohl mit Sicherheit oft ein Mehrbedarf besteht, z. B. bei einseitiger Ernährung, bei geringerer Nahrungsaufnahme im fortgeschrittenen Alter, unter Stress, bei vermehrtem Schwitzen oder Durchfall und in der Schwangerschaft.

Bor ↔

D: 15+: 3mg

Der Tagesbedarf wird mit 0,3-1,0-10 mg angegeben. Einige bezweifeln, ob es essentiell ist. Für Tiere ist es essentiell. Es ist wichtig für den Knochenbau (reduzierte Urinausscheidung von Calcium und Magnesium), bessert Arthritis (Bor hemmt COX und LOX), unterstützt Vitamin D und den Gehirnstoffwechsel (Leistungssteigerung). Zusammen mit Vitamin C hemmt es den Abbau der Hyaluronsäure. Bei der Aufnahme von 10 mg wurde weniger Arthritis beobachtet als mit 1 mg. Die Versorgung über die Nahrungsmittel erscheint ausreichend zu sein. Es kommt vorwiegend in Pflanzen vor. Ein genereller Substitutionsbedarf kann verneint werden.

Allerdings sollten weitere Studien durchgeführt werden, um die Schutzwirkung vor Prostatakrebs zu erhärten. Männer, die die größte Menge Bor aufnahmen (Pflaumen, Rotwein, Mandeln, Erdnüsse, Zwetschgen)  hatten gegenüber Männern mit dem geringsten Borkonsum eine um 64 % verringerte Wahrscheinlichkeit, an Prostatkrebs zu erkranken (Zhang Z-F et al.: Boron is associated with decreased risk of human prostate cancer. FASEB J, 2001; 15: A1089). Bei Mäusen (1,7 oder 9,0 mg Bor/kg*Tag) verringerte sich die Tumorgröße, das PSA sank um 86,4 bzw. 88,6 % und es wurden weniger Mitosen beobachtet (Gallardo-Williams MT et al.: Effects of boron supplementation on the morphology, PSA levels, and proliferative activity of LNCaP tumors in nude mice. Proc Amer assoc Cancer Res, 2002; 43: 77).

Brom
Es ist nicht geklärt, ob Brom essentiell (lebensnotwendig, im Körper nicht synthetisierbar) ist oder nicht.


Chrom ░ 

Tagesbedarf: 4+: 15µg, 10+: 25µg, 15+: 60 µg, Diab: 250 µg

Wirkungen: Kontrolle des Blutzuckerspiegels; heutzutage, im Zeichen der Saccharose-Hyperalimentation, sehr wichtig. Chrom beugt einer Insulin-Resistenz vor, reguliert den Fettstoffwechsel (erhöht HDL, senkt LDL) und wirkt als Antioxidans. Eine Substitution erscheint angebracht zu sein.

Kommt in Nüssen, Pilzen, Rosinen, Samen, Spargel und Vollkorn vor. Die Verarbeitung von Nahrungsmitteln führt zu erheblichen Chromverlusten. Eine Substitution ist oft angebracht.

Gehalt in Nahrungsmitteln:
Miesmuscheln 128 µg/100g
Paranüsse 100 µg/100g
Austern 57 µg/100g,
Datteln 29 µg/100g,
Birnen 27 µg/100g,
Garnelen 26 µ/100g,
Vollkornmehl 21 µg/100g,
Tomaten 20 µg/100g.

Mangelerscheinungen:
Folgen eines Chrommangels sind Diabetes mellitus Typ II, Arteriosklerose, Hypertonie, Hypercholesterinämie, Hypoglykämie, Fettstoffwechselstörungen.


Eisen ▒ ▓  ↔↑

Tagesbedarf 10-15 mg, mehr in Schwangerschaft und Stillzeit. Essentiell für den Sauerstofftransport im Körper. Bestandteil des Hämoglobinmoleküls. Kommt besonders reichlich in Spinat, Himbeeren, Leber und Blut vor. Resorbiert werden nur etwa 10 % der gegessenen Menge. Vitamin C fördert die Resorption spürbar. Der Bedarf kann in der Regel mit der Nahrung gedeckt werden. Ausnahmen: Schwangerschaft, Stillzeit, erheblicher Blutverlust. Substituiert wird nach Hämoglobin- und Hämatokrit-Wert. Mangelsymptome äußern sich als Blässe, Abgeschlagenheit, Kurzatmigkeit und Herzrhythmusstörungen.


Fluor ▒ 

Fluor ist nicht essentiell, fördert Knochenbildung und –wachstum, härtet Zähne und Zahnschmelz, verhindert Karies. Ist in Seefisch, Butter, Eier, Erdnüssen, Hirse, Mineralwasser, schwarzem Tee, Spinat und Walnüssen. Damit kann der Bedarf gedeckt werden. Eine Lokalbehandlung der Zähne mit Fluor ist möglich. Karies kann auch mit Verzicht auf Saccharose vermieden werden.


Jod ▒ 

D: -15: 100µg, 15+: 100-200 µg

Die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin und L-Thyroxin sind auf ausreichend Jod angewiesen, damit sich keine Schilddrüsenunterfunktion entwickelt. Ein Schilddrüsenhormonmangel in der Schwangerschaft und im Säuglings- und Kleinkindalter kann zu körperlicher und geistiger Retardierung führen und später zu Übergewicht, Ödemen, Bradykardie (langsamer Herzschlag), Trägheit, seltenerer Zellteilung und langsamerem Zellwachstum.

Eine gute Jodquelle sind Salzwasserfische. Wegen eines sehr geringen Jodgehalts der Böden in Deutschland ist Jod kaum in Salat und Gemüse enthalten. Höher soll der Gehalt in Masttierfleisch, Milch und Eiern sein. Daher ist eine Substitution bei seltenem Seefischverzehr und veganer Ernährung unverzichtbar, am besten mit Jodsalz oder Jodtabletten. Die empfohlenen 200 µg/Tag sind in 10 g Jodsalz enthalten. Zuviel Jod kann eine Schilddrüsenüberfunktion auslösen. Kontrollen der Schilddrüsen-Blutwerte zumindest alle paar Jahre sind ratsam.


Kupfer ░ 

D: -15: 0,4mg, 15+: 1 mg

Kupfer ist essentiell zur Kollagenbildung, für das ZNS, die Blutbildung und das Immunsystem erforderlich. Da es außer in Austern nur in äußerst geringen Mengen in Nahrungsmitteln vorkommt (am meisten in Leber, wenig im Vollkorn), ist eine Substitution mit 1000 (-4000) µg pro Tag sinnvoll.


Mangan ▒ 

D: -15: 0,5mg, 15+: 2 mg

Mangan ist einerseits essentiell, andererseits toxisch. Als Enzymbestandteil ist es u. a. besonders erforderlich zum Schutz vor Oxidation (in der wichtigen Superoxid-Dismutase). Es befindet sich in den Mitochondrien, in der Arginase, in der Prolidase (Kollagenbildung) und ist Cofaktor für die Glycosyltransferase (Extrazellulärmatrix, Knorpel, Knochen).

Mangan kommt in allen Pflanzen reichlich vor, in tierischen Nahrungsmitteln wenig. Die Bioverfügbarkeit wird verringert durch Alkohol, Antazida, Antibiotika, große Mengen an Ballaststoffen, Cadmium, Calcium, Kobalt, Kupfer, Laxantien, Magnesium, Phosphat, Eisen, Phytinsäure, Oxalsäure, Tanninen und Zucker. Gesteigert wird die Resorption durch Milch.

Der Bedarf kann mit der Nahrung gedeckt werden. Ein Mangel ist unwahrscheinlich, bei zu wenig pflanzlicher Kost aber vorstellbar. Schäden an Knorpel und Knochen sowie eine schlechtere Neutralisierung der ROS wären die Folgen. Die Intoxikationszeichen ähneln den Symptomen des M. Parkinson (Dopaminmangel). Auch psychische Störungen können auftreten, am ehesten bei beruflicher Exposition oder Überdosierung (Trinkwasserbelastung).


Molybdän ▒ 

D: 4+: 11µg, 10+: 35µg, 15+: 50µg

Molybdän ist essentiell bei geringer Toxizität. Es dient zur Elektronenübertragung von einem Molekül auf ein anderes (Redox-System, Atmungskette) und ist Bestandteil der Xanthinoxidase, Xanthindehydrogenase und Aldehydoxidase.

Der Bedarf ist im Allgemeinen durch Getreide, Nüsse und Hülsenfrüchte zu decken. Es bestehen aber große Unterschiede hinsichtlich der Humusqualität und damit im Gehalt im Getreide. Ist zu wenig Molybdän im Boden, entsteht in den Pflanzen zu viel krebserregendes Nitrosamin (Magenkrebs). Die Resorption wird durch Kupfer gehemmt. Als Nahrungsergänzung kann es ab dem 11. Lebensjahr genommen werden (80 µg pro Tag).


Nickel

Es ist unklar, ob Nickel essentiell ist oder nicht.


Selen ░

D: 4+: 25µg, 10+: 40µg, 15+: 30-70 µg, Hashimoto-Thyreoiditis 200 µg, Krebs -600 µg.

Selen entgiftet, ist für die Schilddrüse, die Schwermetallausscheidung und die Muskelfunktion notwendig. Die höchsten Konzentrationen findet man im Schilddrüsenstoffwechsel. Es kommt (in relativ geringer Menge) in Eiern, Fisch, Fleisch, Gemüse, Hering, Linsen und Vollmilch vor, in Paranüssen reichlich. Die Substitution ist sinnvoll und kann nach den Blutspiegelwerten modifiziert werden.

Untersuchungen zeigten, dass Selen in einer Dosierung von 200 µg/Tag vor Dickdarmkrebs (60 % weniger) und Autoimmunthyreoiditis schützt. Den gleichen Schutz vor Darmkrebs erwiesen auch Untersuchungen mit täglich einer halben Stunde intensiver körperlicher Bewegung. Dies bewahrt aber nicht vor der Schilddrüsenunterfunktion.

Die Resorption von Selen soll unter der gleichzeitigen Einnahme von Ascorbin vermindert sein. Mit einer zeitversetzten Einnahme von einer Stunde vermeidet man dies. Durchaus normale Blutspiegel werden erzielt, wenn man das Selen (z. B. 33 µg) am Beginn des Frühstücks nimmt und das Ascorbin nach dem Frühstück.

Die ATBC-Studie des finnischen National Public Health Instituts, in Kooperation mit und finanziert vom NCI, 1994, jedes Jahr im Sommerloch unter der Überschrift „Vitamine schaden“ zitiert, fand unter 10000 Rauchern keine Schutzwirkung vor Bronchialkarzinom und eher eine Zunahme anderer Karzinome mit täglich 20 mg Beta-Carotin und 50 mg Vitamin E. Ein Jahr zuvor beobachtete eine chinesische Studie, welche in den Massenmedien nie zitiert wird, mit der gleichen Dosierung dieser Vitamine eine signifikante Abnahme der Krebsrate, verwendete allerdings zusätzlich täglich 50 µg Selen (Blot WJ et al., J Natl Cancer Inst, 1993; 85: 1483-92)!


Silizium, Kieselerde ▒

Silizium stärkt das Immunsystem, stabilisiert Haare, Nägel und Knochen, hält die Haut elastisch und verlangsamt die Arteriosklerose. Es ist ausreichend in ballaststoffreichen Nahrungsmitteln  (Hirse, Hafer, Weizen, Kartoffeln) enthalten. Eine Substitution ist selten erforderlich.


Vanadium

Es ist ungeklärt, ob Vanadium essentiell ist. Enthalten in Meeresfrüchten, Hülsenfrüchten und Nüssen unterstützt es die Glykolyse und hemmt die Glukoneogenese. Der Tagesbedarf wird auf <10 µg geschätzt. Eine Substitution scheint nicht erforderlich zu sein.


Zink ↓

D: 4+: 5mg, 10+: 7,5mg, 15+: 10-15mg, Sch: 25mg

Zink wirkt antioxidativ und entzündungshemmend (Akne, Psoriasis, Neurodermitis, Gastritis, Kolitis, Zoeliakie, M. Crohn, Colitis ulcerosa). Es ist für Enzymfunktionen, für das Körperwachstum, die Haut, das Bindegewebe, die Insulinspeicherung, die Eiweißsynthese, die Spermienproduktion, das Immunsystem, die Zellteilung und die Wundheilung erforderlich. Es wirkt antiviral und verkürzt Erkältungen, indem es die Schleimhaut resistenter macht.

Der Tagesbedarf liegt bei 15 mg, für Schwangere bei 25 mg. Reichlich enthalten ist es in Austern, wenig in Eier, Käse, Rindfleisch, Seefisch und Vollkorn, so dass eine Substitution immer sinnvoll ist.

Ein erhöhter Bedarf besteht in Schwangerschaft und Stillzeit sowie unter der Einnahme von Östrogenpräparaten, Alkohol, Sport (Verlust durch Schweiß), Stress (vermehrte Cortisol-Ausschüttung blockiert Zinkwirkung) und vegetarische Kost (unlösliche Komplexe mit viel Phytinsäure) erhöhen den Bedarf ebenfalls. Bei einer Reduktionsdiät <1500 kcal oder bei relativ kleinen Essensportionen im fortgeschrittenen Alter ist die Aufnahme zu gering.

Ein Mangel führt zu Appetitlosigkeit, brüchigen Nägeln, Haarausfall, Impotenz, reduzierter Leistungsfähigkeit, Nachtblindheit, rissiger Haut und Wachstumsverzögerungen. Bereits ein leichter Mangel erhöht die Infektanfälligkeit.

Da Zink die Kupferausscheidung beschleunigt, ist bei einer reichlichen Substitution auch Kupfer zu geben.


Zinn

Es ist ungeklärt, ob Zinn essentiell ist oder nicht. Weder sind Mangelsymptome beschrieben, noch wurde ein Bedarf ermittelt, der nur sehr gering sein kann. Diskutiert werden Zusammenhänge mit Haarausfall, Hypertonie und Nierenfunktion. Therapeutisch scheint es entzündungshemmende Eigenschaften zu besitzen bei geringer Toxizität. Eine Substitution erscheint zum gegenwärtigen Zeitpunkt unangebracht.

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